Schwere LuftWer glaubt, dass Luft nichts wiegt, liegt falsch. Die Luft der Atmosphäre drückt vielmehr mit einem bestimmten Gewicht auf die Erdoberfläche. Das nennt man den Luftdruck. Den Luftdruck kann man messen. Die Einheit wird in Hektopascal (hPa) angegeben (eine alte Bezeichnung dafür ist „Bar“). Auf Meereshöhe beträgt der „Normaldruck“ 1013 hPa.
Je höher ein Berg ist, umso weniger Luft ist über ihm. Und umso weniger Luft drückt auf ihn. So beträgt der Luftdruck auf dem Mount Everest im Normalfall nur knapp über 300 hPa. Mit einem Gerät, das diesen Luftdruck misst , kann man also immer feststellen, auf welcher Höhe man sich gerade befindet. Genau so funktioniert ein Höhenmesser. Du musst aber auch wissen, dass kalte Luft schwerer ist als warme. Je nach Wetterentwicklung verändert sich also der Luftdruck, d.h. er steigt oder fällt. Wenn sich der Luftdruck verändert, bedeutet dies meistens, dass sich das Wetter änder. | |
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Hochs und TiefsNicht nur in den Bergen geht es auf und ab, sondern auch beim Wetter. Der Wetterbericht spricht dann von Hochs (Hochdruckgebiet) und Tiefs (Tiefdruckgebiet). Bei einem Tiefdruck steigt die Luft auf, der Luftdruck fällt (weil quasi die Luft fehlt). Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab und die in ihr enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Dadurch bilden sich Wolken und Regen. Beim Hochdruckgebiet dagegen sinkt die Luft ab, erwärmt sich und trocknet aus. Dies führt dazu, dass es im Hochdruckgebiet meist wenig Wolken und trockenes Wetter gibt.
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Achtung Regen!Auch wenn auf den Postkarten immer die Sonne scheint, in den Bergen kann es auch regnen es und das manchmal langanhaltend und intensiv. Du solltest deshalb auf Tour immer darauf vorbereitet sein, dass das gute Wetter umschlagen kann. In den Rucksack gehört also immer gute Regenkleidung, da man sonst tropfnass wird und sich leicht erkältet.
Während oder nach Regen sind die Wege und Steige häufig glitschig und so manche nasse Wurzel oder nasses Gras kann eine unfreiwillige Rutschpartie auslösen. Kleine oder ausgetrocknete Bäche können sich bei Regen in reißende Wildbäche verwandeln und sogar Brücken wegreißen Eine Überquerung ist dann unmöglich
Nach langen und intensiven Regenfällen können sogar ganze Berghänge abrutschen. Man spricht dann von einer „Mure“. Solche Muren können auch Wege verschütten oder unbegehbar machen. |
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Potz BlitzGewitter kommen am häufigsten in den Sommermonaten vor und hier vor allem nachmittags und abends. Ein Wärmegewitter entsteht, wenn durch die Sonne aufgeheizte Warmluft aufsteigt und kondensiert. Dabei bilden sich dann die typischen Haufenwolken, die immer größer werden und sich zu riesigen Wolkentürmen aufbauen. Wenn sie wie riesige Pilze aussehen und eine dunkelgraue Unterseite bekommen, solltest du dich möglichst schnell in Sicherheit bringen, eine Hütte aufsuchen oder ins Tal absteigen. Im Inneren dieser Gewitterwolken (die Wetterleute sprechen von Cumulonimbus-Wolken) geht’s zu, wie in der Waschmaschine. Die Wassertropfen werden nach oben geschleudert, gefrieren zu Hagelkörnern und werden anschließend wieder nach unten gewirbelt. Dieses auf und ab erzeugt gewaltige elektrische Spannungen, die sich dann in Blitzen entladen.
Wenn du wissen willst, wie weit ein Gewitter von dir weg ist, dann zähle die Sekunden zwischen Blitz und Donner. Da Schallwellen langsamer sind als Lichtwellen - der Schall braucht pro Kilometer 3 Sekunden – kannst du für 3 Sekunden einen Kilometer Entfernung rechnen. Alles klar?
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Ganz schön stichigEin stahlender Sonnentag in den Bergen macht Laune, weniger Spaß macht es allerdings, sich in der prallen Mittagshitze einen steilen und sonnigen Berg hoch zu quälen. Schlaue Bergsteiger brechen im Sommer deswegen zeitig am Morgen auf, um die Morgenkühle zum Gehen auszunutzen.
Das A und O auf Tour ist das Trinken. Die Flüssigkeit, die du ausschwitzt, musst du auch wieder trinken, sonst trocknet dein Körper aus. Wichtig ist auch, dass du dich in den Bergen vor der intensiven Sonneneinstrahlung schützt. Ein Käppi schirmt das Gesicht ab, Gesicht, Hals, Ohren und Arme werden zusätzlich mit einer Sonnencreme eingeschmiert. Dies hilft, einen Sonnenbrand und einen Sonnenstich zu vermeiden. In den Bergen ist nämlich die Ultraviolette (UV)-Strahlung wesentlich intensiver als im Tal und Schneefelder reflektieren die Strahlung zusätzlich. Bei Touren über Schnee oder Eis eine gute Sonnenbrille bzw. Gletscherbrille nicht vergessen. Schaut ja auch noch cool aus, oder?
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Sonne + Regen = RainbowBestimmt hast du schon einmal einen Regenbogen gesehen und dir vielleicht von deinen Eltern auch erklären lassen, wie es zu dieser Wettererscheinung kommt. Also: wenn es im Sommer regnet und gleichzeitig oder kurz darauf wieder die Sonne scheint, dann kann sich ein Regenbogen bilden. Dabei werden die Sonnenstrahlen an der Grenze zwischen Luft und Regentropfen „gebrochen“. Das heißt das unsichtbare, „weiße“ Licht wird in seine Bestandteile zerlegt und in die Spektralfarben (man nennt die auch Regenbogenfarben) aufgespalten. So schnell er kommt, so rasch verschwindet er meist wieder. An der Außenseite ist er immer Rot, an der Innenseite Violett.
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Schlechte SichtNebel und tief hängende Wolken können einem die Aussicht ganz schön vermiesen. Je nachdem, wie dick die Nebelsuppe ist, kannst du dich darin ziemlich verlaufen. Orientierungspunkte (Farbmarkierungen, Steinmänner etc.) werden plötzlich unsichtbar und alles verschwindet hinter einem grauen Vorhang. Vor allem im Almgelände können einen die Trittspuren der Kühe ganz schön in die Irre leiten.
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Schnee im JuliDass es im Winter schneit, weiß jedes Kind. Dass im Sommer noch Schneefelder in den Bergen anzutreffen sind, wissen schon nicht mehr alle. Dass es aber auch mitten im Sommer in den Bergen plötzlich schneien kann, das glauben viele nicht. Die Bergsteiger sprechen von einem „Wettersturz“, wenn ein Tiefdruckgebiet über die Alpen zieht und nach einem heißen Sommertag die Luft sehr schnell abkühlt. Ein Wettersturz kann auch im Hochsommer dazu führen, dass es in den Bergen intensiv und ziemlich weit runter schneit. Da ist es dann gut, wenn man Mütze, Handschuhe und einen warmen Anorak im Rucksack hat. Der Neuschnee kann Wege und Markierungen so zudecken, dass nicht mehr klar ist, wo es weiter geht. In solchen Fällen ist es besser, auf der Hütte zu bleiben oder ins Tal abzusteigen.
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Wolken lesen Wolken sind gut Wetterzeichen. Erfahrene Bergsteiger können die Wolken lesen. Sie erkennen die Bedeutung der unterschiedlichen Wolkenarten und wissen dann, ob es gut bleibt oder schlecht wird. Beispielsweise kündigen hohe Schichtwolken (Cirrostratus) häufig eine Wetterverschlechterung an. Ein anderes Wetterzeichen sind bestimmte Pflanzen. So schließen sich die Blütenkelche der Silberdistel und die ? Enzianarten bei aufkommendem Nebel oder Regen.
Dass Morgenrot ein Schlechtwetterbot und Abendrot ein Gutwetterbot ist, ist zwar ein bekanntes Sprichwort, stimmt aber nicht immer. |