Auerhuhngehören wie Birk-, Schnee- und Haselhühner zu den Raufußhühnern und leben in lichten, naturnahen Altbeständen der Bergwälder, ungefähr bis in eine Höhe von 1800 Metern. Das ist die Region, wo auch häufig Skifahrer oder Schneeschuhgeher anzutreffen sind. Sie gehören wie Birk-, Schnee- und Haselhühner zu den Raufußhühnern.
Die Auerhühner sind an das Leben im Schnee gut angepasst. So sind beispielsweise die Nasenlöcher durch Federn gegen die Kälte geschützt, genauso wie die Beine und Füße. Die Füße mit den dichtbefiederten Zehen wirken wie Schneeschuhe und verhindern das Einsinken im Schnee.
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SchneehuhnSchneehühner eben auf felsdurchsetzten Hänge und Rücken oberhalb der Baumgrenze bis etwa 3000 m. Als einzige Vogelart vertauschen Schneehühner im Winter ihr braunes Sommerkleid mit einem schneeweißen. Das dichte Winterkleid schützt es zusätzlich vor Kälte. Selbst die Zehen sind dann befiedert. Das bietet den Vorteil, dass die Vögel weniger einsinken und damit besser über den Schnee trippeln können.
Ihrem weißes Winterkleid sorgt für eine sehr gute Tarnung. Das ist wichtig, denn diese Vögel werden von Raubvögeln verfolgt. Solange sich das Huhn auf dem Schnee still verhält, entzieht es sich den Blicken seiner Feinde sehr gut.
Das Männchen hat einen schwarzen Streif zwischen Schnabel und Auge sowie besonders zur Brutzeit (April bis August) auffällig rote Augenwülste.
Bei der Flucht benötigen die Raufußhühner sehr viel Energie, die im Winter nur schwer zu ersetzen ist. Kommt den Tieren zum Beispiel ein Skitourengeher zu nahe, so flattern sie hoch und flüchten. Das kostet Kraft und stört die Tiere bei der Nahrungssuche.
Damit sie flugtauglich bleiben, können sich Raufußhühner keine großen Fettreserven anfressen. Häufige Störungen führen schnell zur Schwächung der Tiere bis hin zum Tod durch Verhungern. Vor allem Gipfel, Rücken und Grate sollten deshalb im Hochwinter vor 10 Uhr und nach 16 Uhr gemieden werden.
Die Nahrung der Schneehühner besteht im Winter aus verschiedenen Pflanzenteilen, wie Nadeln, Blätter, Knospen, Samen und Flechten. Da diese Nahrung meistens unterm Schnee vergraben liegt, graben sich die Schneehühner teilweise Gänge in den Schnee um an diese heranzukommen. Im Sommer kommen noch diverse Früchte und Insekten mit auf den Speiseplan.
Die Laute des Schneehuhns, ein raues, hölzernes Knarren, sind über mehrere 100 Meter zu hören und verraten oft seine Anwesenheit. Man kann sie zu jeder Jahreszeit vernehmen, vor allem bei Nebel («Kontaktruf») oder wenn der Vogel flüchtet («Angstruf»).
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GämseDie Gämse ist ein Huftier, das in den Bergen zwischen 1200 bis 2500 heimisch ist, sich aber auch an das Leben in großer Höhe und an steilen Böschungen am Rand der Täler anpassen kann. Im Sommer ziehen die Gämse im allgemeinen auf die Nordseite oder in schattige Gräben, während sie im Winter besonnte, aber tiefer gelegene Hänge bevorzugen.
Dank ihrer Hufe fürchtet die Gämse den Schnee nicht und sucht im Sommer sogar Firnfelder auf, um sich abzukühlen. Im Frühling steigen sie oft bis in den Talgrund ab, um Futter zu finden.
Gämse müssen sich für den Winter eine dicke Fettschicht anfressen. Gesunde Tiere können so einen Winter durchstehen, junge oder etwas schwächere Tiere sind jedoch besonders gefährdet. Können diese Tiere im Sommer nicht genügend äsen und müssen sie im Winter auch noch unnötig durch den Schnee rennen um vor den Touristen zu fliehen, reicht die aufgebaute Energiereserve nicht aus und die Tiere verhungern. zurück zur Übersicht |
SteinbockSteinböcke sind Kletterkünstler. Diese Fähigkeit bringt ihnen viele Vorteile. Einerseits können sie so ihren Feinden entkommen, die sich kaum in diese steilen Felsen wagen. Andererseits hilft das Klettern auch bei der Futtersuche. Denn auch im tiefsten Winter liegt an steilen Bergflanken, insbesondere an Südhängen, meist nur wenig Schnee. Dank ihrer Kletterkünste haben die Steinböcke so Zugang zu Futter. Dass es im Winter nur dürres Gras und Flechten zum Knabbern gibt, macht ihnen nichts aus.
Warum frieren Steinböcke im Winter nicht?
Wie für alle Alpentiere ist auch für die Steinböcke der Winter die härteste Zeit. Obwohl sich die Männchen bis zu 30 kg und die Weibchen um die 10 kg Winterspeck anfressen, ist Energiesparen oberstes Gebot. Sie schützen sich vor der Kälte durch das dichte Winterfell, das im Herbst heranwächst. Vorteilhaft ist auch, dass sie ihr Einstandsgebiet wie ihre Hosentasche kennen und stets ein geschütztes Plätzchen finden, wenn es stürmt und schneit. Bei den ersten Sonnenstrahlen kann man die «Könige der Alpen» an einem Südhang beim Sonnenbad und beim Fressen beobachten. Und vielleicht träumt der eine oder andere Steinbock dabei vom Frühling, wenn das Gras wieder saftig ist – und die nächsten Steinbockkinder zur Welt kommen.
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