Das SeilZum Klettern brauchst du ein Seil. Das soll verhindern, dass man bei einem Sturz wieder zum Boden runter fällt. Früher haben die Bergsteiger geflochtene Hanfseile verwendet. Die wogen schwer, haben sich bei Nässe voll gesogen und waren auch nicht besonders stabil. Im Fall eines Sturzes sind die Hanfseile nicht selten gerissen. Berühmt ist zum Beispiel der Seilriss bei der Erstbegehung des Matterhorns im Jahr 1865. Einige der Begleiter des englischen Bergsteigers Edward Whymper stürzten ab, weil das Seil der Sturzbelastung nicht stand hielt.
Moderne Kletterseile sind aus Kunstfasern geflochten, sie halten sehr hohe Belastungen aus und können (fast) nicht mehr reißen. Im Fall eines Sturzes wirken die Seile so ähnlich wie ein Gummi. Sie geben nach und nehmen dadurch Fallenergie auf. Hast du gewusst, dass ein Bergseil aus ungefähr 65‘000 einzelnen sehr dünnen Fäden geflochten ist? | |
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KlettergurtDie ersten Kletter haben sich vor hundert Jahren das Seil einfach um den Bauch gebunden. Was dann passiert, wenn so jemand stürzte, dass kannst du dir denken. Das Seil zieht sich um den Bauch fest und schnürt dir die Eingeweide zu. Aua!
Moderne Klettergurte – sogenannten Hüftsitzgurte – haben breite Bänder und sind weich gepolstert. Das Seil wird an der Anseilschlaufe mit einem Spezialknoten festgebunden. Bei Belastung wird die Sturzenergie auf die Bein- und Hüftschlaufen übertragen. Das tut eigentlich gar nicht weh. |
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KarabinerUm sich zu sichern, muss der Kletterer das Seil an den Haken einhängen. Das macht er mit einer sogenannten „Express“. Die besteht aus zwei Karabinern und einer Verbindungsschlinge. Der eine Karabiner wird in den vorhandenen Haken eingehängt, in den anderen wird das Kletterseil eingehängt.
HelmEin Kletterhelm schützt vor Steinen, die von oben runter fallen können. Deswegen sollte nicht nur der Kletterer sondern auch der Sicherungspartner am Boden einen Helm anziehen. Im Sturzfall verhindert der Helm, dass man sich den Kopf an der Wand anschlägt. Beim Klettern an einer künstlichen Kletteranlage braucht man normalerweise keinen Helm. Hier gibt’s ja keinen Steinschlag. |
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KletterschuheWährend Bergschuhe aus dickem Leder sind und eine feste Profilsohle haben, bestehen Kletterschuhe aus weichem Wildleder. Auf der Unterseite ist eine ganz glatte, profillose Sohle. Kletterschuhe müssen eng anliegen und sie laufen vorne spitz zu, so dass man auch kleinste Tritte ausnutzen kann. Weil sie so eng sind, ziehen die Kletterer nach der Tour die Kletterschuhe gleich wieder aus. Längere Strecken kann man damit nicht laufen. |
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MagnesiabeutelKlettern kostet Kraft und du musst dich bisweilen ganz schön anstrengen. Damit man mit den schweißnassen Fingern an den Griffen nicht so leicht abrutscht, verwenden die meisten Kletterer Magnesiapulver – wie die Geräteturner. Das macht die Hände trocken und du kannst die Griffe besser halten. In manchen Klettergebieten, wie zum Beispiel im Elbsandsteingebirge – ist die Verwendung von Magnesia verboten. Weil das den weichen Sandsteinfelsen schädigt und es auch nicht so schön ausschaut, wenn die roten Felsen mit weißen Farbtupfern übersät sind.
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HMS-Karabiner, TubeGeklettert wird immer in einer Seilschaft. Einer klettert, der andere sichert. Es gibt verschiedene Sicherungsmethoden. Bei der Halbmastwurfsicherung (HMS)verwendet man einen birnenförmigen Karabiner. Das Seil läuft mit einem Bremsknoten durch den Karabiner.
In den letzten Jahren hat sich beim Sportklettern das „tube“ Sicherungsgerät immer mehr durchgesetzt. Das Seil wird einfach in den „tube“ einghängt und man braucht keinen Knoten mehr zu machen. |
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AbseilachterNachdem du einen Felsen hoch geklettert bist, musst du ja auch irgendwie wieder runter kommen. Normalerweise wird man vom Kletterpartner abgelassen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, selbstständig abzuseilen. Dabei wird das Seil oben festgemacht, du hängst dich mit dem Abseilachter ein und ab geht‘s nach unten. So ein Abseilachter ist einfach ein achterförmiges Aluminiumteil. Das Seil läuft durch den Achter und bremst dabei die Fahrt nach unten.
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In unseren Videoclips wird genau erklärt, wie das mit dem Klettern und Sichern genau geht. Schau's dir einfach mal an. | |
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